Wie es Tobias geschafft hat, keinen burn out zu bekommen und wieder lachen, leben und lieben zu lernen

Ich musste neulich an eine Supervisionssitzung von vor einigen Jahren denken. Dort stellte ich die Arbeit mit einem meiner Klienten vor, die sich anfänglich recht knifflig gestaltete und die mir den Spruch meiner Supervisorin einbrachte „Manuela ist die Frau für die harten Fälle“. Tobias, so soll er hier heißen, war ein attraktiver Mann von Anfang 30, der als selbständiger Vertriebspartner in der Immobilienfinanzierung arbeitete. Er war schon lange in einem sehr zeitlich und emotional sehr fordernden Umfeld tätig, das ihm nicht nur viel Energie abverlangte, sondern diese wahrscheinlich schon von ihm erst unbemerkt überstrapaziert hatte.

Die Fassade bröckelt

Die Lage spitzte sich zu, als er Vater wurde. Seine Arbeitsleistung ließ drastisch nach, er machte viele Fehler, was zu Konflikten mit seinem Auftraggeber führte bis hin zur Androhung des Rausschmisses. Auch wurde ihm schon angeboten, weniger zu arbeiten, dafür aber mit Honorarabzug. Das wollte und konnte Tobias nicht, denn er hatte einen hohen Lebensstandard und viele Verpflichtungen. Zudem wäre das für ihn einer Niederlage gleichgekommen.

Zu Hause gab es auch immer mehr Stress, da er kaum Zeit hatte, sich um seine Familie zu kümmern und zudem die vielen gut gemeinten, aber leider wenig hilfreichen Rat“schläge“ seiner Frau, bezüglich seines Verhaltens gegenüber seinem Chef doch mal bestimmter und als „ganzer Kerl“ aufzutreten, ihn zusätzlich unter Druck setzten. Bei seiner Frau fand er in dieser Zeit nur wenig Rückhalt, da diese anders als er, aber eben auch in einer schwierigen Lebensphase steckte.

Er war sehr unglücklich, so wenig Zeit mit seiner kleinen Tochter verbringen zu können.

Zunehmend wurde Tobias unruhig, unkonzentriert, unaufmerksam, seine Wahrnehmung für seine Kollegen und Kunden ging gegen Null. Zum Teil bekam überhaupt nicht mit, wie verschlossen, gleichgültig und desinteressiert er nach außen wirkte. Seine Kommunikation war auf das Wesentlichste reduziert. Gesundheitlich schlichen sich bis dato unbekannte Symptome ein, er litt unter Magenproblemen und schließlich irgendwann unter Panik-Attacken mit Luftnot und Beklemmungen. In einer dieser Situationen verließ er schlagartig das Büro, um ins Krankenhaus zu fahren. Ließ alles stehen und liegen ohne Rücksicht auf den nächsten Kundentermin. Was ihm im Nachgang seitens seines Chefs blühte, ist leicht vorstellbar.

Müßig zu erwähnen, dass auch die einstige Attraktivität schon lange nicht mehr da war. Im Kundenkontakt leider keine nur kosmetische Sache, sondern eine, mit der unter Umständen steht und fällt, ob ein Abschluss erzielt wird oder nicht.

Alarmstufe rot und Reißleine gezogen

Tobias` Glück im Unglück war, einen Chef zu haben, der zwar einerseits gnadenlos fordert, anderseits seine Mitarbeiter gnadenlos fördert und in Krisensituationen zur Seite steht. Dieser zog schließlich die Reißleine und „verdonnerte“ Tobias zur Zusammenarbeit mit mir, um sich „wieder auf die Reihe zu bekommen“.

Glück im Unglück deswegen, weil Tobias trotzdem er sich kurz vor einem Burnout befand, damals niemals von selbst auf die Idee gekommen wäre, sich in eine Beratung, Coaching oder Therapie zu begeben. Ein Phänomen, über das Du bei Interesse hier mehr lesen kannst.

Die ersten Sitzungen waren sehr emotional, es flossen viele Tränen bei Tobias. Es war, als ob ein Ventil geöffnet wird und Stück für Stück all die vergangenen und gegenwärtigen Lasten abfallen. All die herunter geschluckte Enttäuschung, all der Ärger über berechtigte und unberechtigte Kritik, die ganze Erschöpfung und der Druck der letzten Jahre, das momentane Gefühl der Überforderung und der Ohnmacht, die vielen Erwartungshaltungen von zu Hause und im Job brachen nach und nach aus ihm heraus. Es war, als ob sich ein Staudamm löste und langsam aber beständig dahinter wieder etwas ins Fließen kam. Erst kaum zu spüren, dann immer deutlich wahrnehmbarer. 

Willst Du Recht haben oder glücklich sein?

In der intensiven Zusammenarbeit der nächsten Wochen und Monate lernte Tobias in der Reflexion, andere Perspektiven auf die ihn stressenden Situationen des Alltags einzunehmen und dadurch seinen Fokus zu verändern. Es war für ihn erstaunlich zu bemerken, wie viele seiner akuten Herausforderungen damit zu tun hatten, mit welchem Weltbild er hinausging und welche Glaubenssätze ihn bewusst aber auch unbewusst blockierten. Tobias lernte nach und nach, sich zu entspannen und seinen Fokus bewusster zu halten. Das Gefühl, den ganzen Tag getrieben und gehetzt zu sein konnte sukzessive einem Gefühl von Selbstbestimmung weichen. Es zeigte sich auch, dass es biographische Themen in Tobias Leben gab, die eine therapeutische Begleitung erfordern. Die Trennung der eigenen Eltern in frühen Kindheitsjahren und das jeher schwierige Verhältnis zu seiner Mutter hatten in ihm einige Wunden hinterlassen, die ihn auch heute als erwachsener Mann blockierten und einige „merkwürdige“ Verhaltensweisen in seinem heutigen Leben zur Folge hatten. Durch meine Ermunterung nahm er nach anfänglichem Widerwillen den Kontakt zu einer Kollegin auf und berichtete mir neulich strahlend davon, dass seine Frau dort nun auch hingehen würde. Es ist ihm mittlerweile eine für ihn wohltuende Routine geworden, sich sehr privat und persönlich aber auch beruflich begleiten und unterstützen zu lassen.

Es darf in der Tiefe heilen, wo bislang nur oberflächlich ein Pflaster draufklebte.

Nach und nach hat Tobias zu seiner Kraft zurückgefunden und das einstige Krisen- und Kraftcoaching mit mir hat sich inzwischen in eine Sparringpartnerschaft verwandelt, die er für sich weiterhin nutzen möchte, um sich beständig zu „erden und auf Spur zu bleiben“ (O-Ton Tobias), einen Spiegel für kritische Situationen und eine kontinuierliche Begleitung durch mich als Mentorin an seiner Seite zu haben. Nachdem er sich anfangs überhaupt nicht vorstellen konnte, sich jemanden Professionelles anzuvertrauen, ist es für ihn nun ein Selbstverständnis geworden, sich professionell begleiten zu lassen, um voran zu kommen, über seine von ihm selbst so benannten Angstschwellen zu gehen und zu merken, wo er sich im Kreise dreht.

Endlich angekommen

Der größte Gewinn für ihn ist das Ruhen in sich selbst: „Ich höre meine innere Stimme und bin mehr in meiner Wahrheit als früher.“

Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung, um in anspruchsvollen Jobs beständig Leistung bringen zu können. Genauso ist es die Basis schlechthin, um überhaupt gesund und in seinem Wohlbefinden bleiben zu können. Wer seine Grenzen nicht spürt oder sich nicht adäquat abgrenzen kann, wer gar nicht weiß, was er will und was seine eigene innere Wahrheit ist, der wird über kurz oder lang aus der Balance fallen.

Schöner Nebeneffekt: Tobias hat eine adäquate Form und den Mut gefunden, um mit seinem Chef familienfreundlichere Arbeitszeiten auszuhandeln – ohne finanzielle Einbußen.

Mehr Zeit fürs Töchterchen und auch mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in der Partnerschaft waren für Tobias noch mal die Bestätigung, dass es sich lohnt, die Dinge anzugehen. Auch wenn man(n) am Anfang vielleicht Schiss davor hat. Auch wenn es zwischendrin wahnsinnig weh tut. Auch wenn es anfänglich wahnsinnig anstrengend sein kann. Auch wenn man(n) vielleicht ab und an hadert und sich fragt, ob das wohl wirklich alles so funktioniert. Ob man vertrauen kann. Ob die Energie wirklich wieder kommt. Ob die Kraft wirklich gehalten werden kann. Ob wirklich alles besser wird.

Es wird.

Vertrauen ist die Maxime.

Und die glasklare Entscheidung, dass es so, wie es war, nicht mehr weitergeht.

Es ist ein Wagnis. Aber ein Lohnenswertes, an dessen Ende eine befreite Persönlichkeit steht, die im Einklang mit sich selbst und ihrem Umfeld ist. Die Lust aufs Leben hat, die lacht und liebt UND ein erfolgreiches Business rockt.

Wenn Du auch wieder lachen, leben und lieben lernen möchtest und Dir einige oder sogar alle Punkte aus Tobias Geschichte aus eigener Erfahrung furchtbar bekannt vorkommen, dann buche dir hier deinen persönlichen Termin für einen gratis energy talk mit mir.

Ich zaubere Dir ein Lächeln ins Gesicht und zeige Dir, wie Du Stress loslässt, wieder durchatmen kannst und neue Energie gewinnst.

Ich freue mich auf Dich und darauf, deine Akkus ein Stück weit aufzuladen zu dürfen.

Herzlichst, Deine Manuela