Warum es mitunter recht einsam als Ananas unter Kartoffeln ist.

Vor einiger Zeit sprang mir im Telefoncoaching mit meiner Sparringpartnerin ein Bild in den Kopf, das ich seitdem nicht wieder loswerde.

Renate, eine lebens- und businesserfahrene, gestandene und weise Frau arbeitete mit mir an meiner Ahnenreihe und an den emotionalen Verstrickungen, die diese für mich auch in meinem heutigen Leben manchmal noch so mit sich bringt. Ein Thema, dass auch meine Kunden häufig unbewusst in ihrem Gepäck haben.

Loyalitätskonflikte stehen hier oft ganz oben auf der Tagesordnung. Das eigene Sein und Handeln wird unbewusst immer wieder in den Vergleich mit den Menschen gestellt, die uns sehr geprägt haben und mit denen wir oft auch in Liebe verbunden sind – oft in erster Linie unsere Eltern. Diese Gefühle kommen oft widersprüchlich daher und münden in innere Konflikte, die wir uns selbst oft nicht erklären können, wie zum Beispiel die Frustration darüber, dass wir hohe Ziele haben und dass es scheinbar aber in uns eine imaginäre Glasdecke gibt, die uns einfach ums Verrecken nicht weiter nach oben kommen lässt. Egal, wie wir uns abstrampeln, erreichen wir einfach nicht das nächste Level, in beruflicher, emotionaler, wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht oder what ever. Stagnation und Frustration sind die Folge. Das Gefühl, am liebsten alles hinschmeißen zu wollen. Das Gefühl, eben nicht gemacht zu sein für Großes. Das Gefühl unendlicher Erschöpfung verbunden mit dem Bedürfnis, am liebsten erstmal 3 Jahre nur zu schlafen.

Die pochende Existenzangst, die innerlich anklopft und die ewig gleiche Frage stellt: „Was ist, wenn du ES nicht schaffst = du nicht den nächsten Auftrag bekommst, du nicht die nächste Gehaltserhöhung ergatterst, du nicht deine Beziehung retten kannst, du nicht dein neues Businesslevel erreichst, du in deinem Unternehmen nicht endlich profitabel wirst, du nicht endlich deine Fähigkeiten so nach draußen bringst, wie es dir eigentlich entspricht und schon lange dein Plan ist ...“

Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen.

Bei genauerem Hinschauen und in der Zusammenarbeit mit einem Coach kommt oft raus, dass es die unbewussten Loyalitäten zu den Mitgliedern unserer Herkunftsfamilie sind, die uns am Vorankommen hindern, auch wenn diese sich vielleicht nichts sehnlicher gewünscht haben, als dass es uns besser gehen möge als es ihnen möglich war. Bei genauerer Analyse, zum Beispiel über eine Genogrammarbeit wird oft erst dann bewusst, dass der Betreffende in der Familie der/die Erste war, der ein bestimmtes (Aus-) bildungsniveau oder andere Meilensteine in seiner persönlichen Entwicklung erreicht hat, von denen die Generationen vorher nur träumen konnten oder die sie aus Furcht vor diesem oder jenen oder weil es „halt nicht die Zeit dafür war“, nicht in Angriff genommen haben.

Unbewusst will etwas in uns oft dann nicht „besser sein“ als unsere Vorfahren, aus Angst, energetisch aus dem Familien-Rudel raus zu fliegen, das uns (zumindest in unseren Träumen und Wünschen) Rückhalt, Sicherheit und Geborgenheit garantiert und damit ureigendste, existenzielle Bedürfnisse erfüllt.

Unterstützend im negativen Sinne wirken hier auch oft in der Kindheit gehörte Sätze und verinnerlichte Warnungen wie „Du willst wohl etwas Besseres sein“ oder „Denk bloß nicht, dass Du nur, weil Du Abitur hast, einen Job bekommen wirst ...“. Oft sieht man förmlich den erhobenen Zeigefinger noch vor sich oder hört noch die erhobene Stimme. Und auch wenn solche Glaubenssätze selten ganz bewusst das Ziel hatten, uns zu schädigen, machen sie doch in unserem tiefsten Innersten genau das und bringen die Botschaft immer wieder auf den Punkt: Bleib klein! Bei den Großen hast Du nichts verloren!

Oder wie es meine Sparringpartnerin so treffend in den Worten des bremsenden Familiensystems formulierte:

„Bilde dir bloß nicht ein, eine Ananas zu sein! Du bist keine Ananas! Du bist eine Kartoffel, also gehörst Du zu uns Kartoffeln und bleibst gefälligst hier!“

Wenn Du die nun wirklich wärst, dann wäre ja alles gut und es gäbe kein Problem. Doch ganz oft ist da eben mehr in uns. Wir spüren, dass wir anders als unsere Vorfahren aus unserem Kartoffel-Dasein rausgewachsen sind und mitten dabei sind, uns in unsere volle Blüte zu entwickeln. Wir sind keine Kartoffeln mehr, wir sind Ananas und werden als solche doch energetisch immer wieder von den inneren Kartoffelsätzen gelähmt, die uns bremsen, blockieren und unsere Selbstzweifel schüren. In schwachen Momenten, bei Schwierigkeiten, in Entwicklungsphasen oder wenn es mal nicht so läuft, fragen wir uns selbst: Bin ich eben doch Kartoffel und bilde mir diesen ganzen Ananas-Kram nur ein???

Ich kenne das alles nur zu gut.

Lange Zeit habe ich die Kartoffel-Formulierungen meiner Mutter sehr übel genommen und erst viel später verstehen können, warum sie so war und ihr erst noch viel später verzeihen können.

Den Ballast, gefühlt ewig auf der gleichen Entwicklungsstufe festzusitzen, hatte ich damit aber immer noch nicht gelöst, denn (unbewusste) Loyalitäten wirken zäh und nachhaltig, selbst wenn die auslösenden Personen schon gar nicht mehr am Leben sind.

Selbst wenn wir rational fertig sind mit dem Thema, es lange vom Kopf her verstanden und verziehen ist und wir es auch emotional für uns aufgearbeitet haben, kann es sein, dass wir energetisch darauf noch immer festhängen.

Ich wusste das längst, aber erst das Sprachbild von den Kartoffeln und der Ananas hat mich innerlich an dem Punkt erwischt, wo es nicht nur um das Verstehen geht, sondern darum, dass sich neben der Erkenntnis auch im inneren Erleben wirklich was ändern kann.

Dies ist immer insbesondere dann wichtig, wenn ein Teil von Dir wachsen und sich entwickeln will und Gas gibt und ein anderer Teil gleichzeitig die Handbremse fest anzieht.  Mit dem Ergebnis, dass Du mal wieder nicht wie gewünscht vorankommst, total erschöpft und ausgepowert bist und dich wie kurz vorm Motorschaden fühlst.

Ein Coach hilft dir dabei, diese Prozesse zu erkennen, zu verstehen und gemeinsam mit Dir deine inneren Bremser und Blockierer zu lösen und sukzessive zu Unterstützern zu wandeln.

Wenn Du es also satt hast, dass du in Wachstumsmomenten wie wichtigen Präsentationen, Aufstiegsgesprächen, Pitches mit Wettbewerbern etc. über die Maßen weiche Knie kriegst, deine Souveränität verlierst, Dir vor Angst in die Hosen machst und vielleicht im letzten Moment tatsächlich reiß aus nehmen möchtest, dann melde dich bei mir für einen kostenlosen, 30minütigen Energy Talk, indem wir deine persönlichen Bremsklötze aufspüren und Ideen dafür entwickeln, wie wir diese in wohlwollende Unterstützer für dich wandeln können.

Herzlichst, Manuela  

 

Warum es ein MUSS ist, Deine Altlasten aufzuarbeiten, wenn Du endlich mehr Kraft und Energie haben willst.

Weißt Du noch, was Du im Sommer 1989 gemacht hast?

Ich schon.

Es war ein heißer Sommertag in Berlin und ich als knapp 19jährige löste in meinen letzten großen Sommerferien nach dem Abitur den Haushalt meines Vaters auf. Wenige Tage zuvor war er in die damalige BRD ausgereist.

Ohne mich? Ja.

Ich sehe förmlich, wie Du die Stirn in Falten legst und dich am Kopf kratzt ... ja, die ganze Geschichte ist eine lange und sie ist tricky.

Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich 3 Jahre alt war und seitdem hatte ich meinen Vater nie wiedergesehen. Von meiner Mutter kam unisono „Was willste von dem? Der will dich eh nicht sehen.“ und meine Angst vor Ablehnung war damals als Heranwachsende um ein Vielfaches größer als heute, also habe ich es unterlassen, weitere Nachforschungen anzustellen, auch wenn mich das Thema nie ganz losgelassen hat.

Happy End?

Szenenwechsel.

Mai 1989.

Ich stehe kurz vor dem Abitur und eines nachmittags erwartet mich eine todschicke, toughe Dame, als ich das Schulgebäude verlassen will. Sie stellt sich als Frau meines Vaters vor. Dieser möchte Kontakt mit mir aufnehmen, mich gerne sehen. Konsterniert und misstrauisch war ich, abweisend. Woher sollte ich wissen, dass das wirklich stimmt? Was war mit dem Satz, der mir die letzten Jahre von meiner Mutter in den Kopf gehämmert worden war? Warum kam er nicht selbst, schickte seine Frau vor? Erst im letzten Jahr habe ich erfahren, dass mein Vater von dieser Such- und Überredungsaktion überhaupt erst erfahren hat, als ich seiner Frau gegenüber bereits eingewilligt hatte, ihn treffen zu wollen.

Ich habe mich geziert, meine Angst und das Misstrauen war zu groß, die Frau um so hartnäckiger. Stand etliche Male unangekündigt vor der Wohnungstür meines damaligen Freundes, bei dem ich lebte. Saß ewig auf der Treppe und wartete auf mich, ohne zu wissen, wann und ob ich überhaupt kommen werde. Heute unvorstellbar, in Zeiten ohne Handy, Internet - ja nicht mal ein normales Telefon gab es  -  eine wahre Meisterleistung.

Schließlich willigte ich ein. Und um es kurz zu machen: ja, es war wunderschön, meinen Vater wieder zu sehen, die Herzlichkeit und Wärme von ihm und seiner neuen Familie zu genießen. Zwei jüngere Geschwister gab es auch, es fühlte sich rundum harmonisch an und ich mich gut aufgehoben. Wie eine richtige Familie eben, die ich so bislang nicht wirklich kennen gelernt hatte. Es fühlte sich gut an. Nach ankommen und zu Hause sein.

Im Laufe unserer vielen Gespräche erfuhr ich, dass sie vor Jahren ihre Ausreise aus der ehemaligen DDR beantragt hatten, aber mittlerweile nicht mehr daran glaubten, dass dies je klappen würde. Das sich die Lage nur wenige Monate später komplett ändern würde, konnte zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt noch niemand von uns Otto Normalbürgern ahnen ...

Ich wusste also, dass da was im Raum stand. Aber kurioserweise hat mich das emotional nicht so beschäftigt, wie man vielleicht glauben würde. Vermutlich habe ich es auch ganz bewusst gar nicht wirklich an mich herangelassen.

Kurze Zeit später änderte sich die Stimmung. Quasi aus dem Nichts heraus hatten mein Vater und seine Frau die Information und den Termin ihrer Ausreise erhalten. Formalitäten mussten erledigt werden, dies und das auch mit mir besprochen werden. Die Stimmung war gedrückt und mit jedem Tag schwerer, je näher der Tag X rückte. Gleichzeitig war kaum Zeit zum Nachdenken geschweige denn sich in Ruhe zu verabschieden. Es drängte auf einmal, 1000 Dinge standen noch an. Es war zu klären, was mit der Wohnung passiert, dem Hausrat und verschiedenen anderen Dingen; natürlich bot ich meine Hilfe an, um wenigstens diese Last zu nehmen und gleichzeitig danke zu sagen für die vergangenen Wochen.Dann waren sie weg.

Kein Happy End.

Als ich das erste Mal allein in der verlassenen Wohnung stand, war das ein schwer zu beschreibendes Gefühl. An ihrem letzten Abend hatten mein Vater und seine Frau mit Freunden noch Abschied gefeiert, alles stand noch da. Überhaupt machte die ganze Wohnung den Anschein von „schnell mal Zigaretten holen gehen“. Gefühlsmäßig war mein Vater noch immer da, aber da half alles nix, faktisch war ich wieder ohne ihn.

Anfangs haben wir gehofft und geglaubt, dass wir den Kontakt werden aufrechterhalten können und faktisch wäre ja sogar ein Wiedersehen nur wenige Monate später möglich gewesen! Doch es kam anders.

Durch Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, entwickelte sich in der Folge zwischen meinem nun ausgereisten Vater und mir eine merkwürdig angespannte Stimmung mit Vorwürfen und Unterstellungen. Nicht auszuschließen, dass auch Dritte da ihre Finger im Spiel hatten. Für mich als 19jähriges Küken stellte sich die Lage damals jedoch vermeintlich sonnenklar dar: Meine Mutter hatte wohl Recht gehabt und eigentlich wollte der mich gar nicht und auch jetzt ging es nur darum, dass er mit mir ein paar Dinge klären muss, um endlich in den Westen zu kommen. Für mich stand das auf einmal als glasklar abgekartetes Spiel im Raum und leider war ich nicht (nur) wütend darüber, nein, ich war abgrundtief verletzt und enttäuscht und fühlte mich verraten und verkauft.

Auf in ein neues Leben

Ich hatte niemanden, mit dem ich meine damaligen Befindlichkeiten in der Tiefe hätte teilen können. Zudem standen so viele andere Dinge an: meine Ausbildung zur Zahntechnikerin ging los (ja, es ging nicht gerade in meinem Lebenslauf) und nur wenige Wochen später brach ja ein ganzes Gesellschaftssystem zusammen, indem ich 19 Jahre lang aufgewachsen war.

Also habe ich die kurze Episode mit meinem Vater und das schöne Gefühl, eine Familie zu haben, ganz schnell vergessen und mich darauf konzentriert, mein eigenes Leben zu leben.

Als Jahre später (nach dem Ausflug in die Zahntechnik und einigen anderen Kurvenschlenkern) dann endlich klar war, wohin meine berufliche Reise denn nun wirklich gehen würde, war klar, dass im Zuge dessen viele persönliche Themen im Rahmen der beruflich vorgeschriebenen Selbsterfahrung aufzuarbeiten wären. Viel davon habe ich dort und in den weiteren Jahren meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung reflektiert und verdaut, doch die Vatergeschichte blieb im Verborgenen. Nicht, dass ich sie bewusst zurückgehalten hätte, es fiel mir gar nicht ein, darüber zu reden.

Für mich war da einfach alles klar: du bist ausgenutzt worden und warst so blöd, darauf rein zu fallen. Pech gehabt, Manu!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Viele Jahre vergingen, ich bin eine erwachsene Frau geworden, habe mein Leben aufgebaut, mein Studium abgeschlossen, beruflich mal hier und mal dort hinein geschnuppert, bin viel gereist, hab 2 Kinder bekommen, mich weitergebildet, ein Haus gekauft, eine Partnerschaft gepflegt, einen handfesten burn out überstanden, Karriere gemacht, mich getrennt, mein Haus verloren, meine Kinder großgezogen, viele Höhen und Tiefen im Leben mitgenommen und mit keiner Silbe mehr an meinen Vater gedacht.

Bis zum 18.08. des letzten Jahres. Meinem Geburtstag.

Wieder ein schöner Sommertag, ich saß mit einer Freundin beim späten Geburtstagsfrühstück, nachdem ich mich vorher schon bei der Kosmetik hatte verwöhnen lassen. Am Abend sollte es in ein spanisches Restaurant gehen, worauf ich mich schon sehr freute und am Morgen danach mit meinem Partner für 2 Wochen nach La Gomera, worauf ich mich natürlich noch viel, viel mehr freute!

Kurz checkte ich meine Mails während meine Freundin für kleine Mädchen war und bin halb vom Stuhl gefallen. Eine Mail von meinem Vater war in meinem Postfach.

Nach 27 Jahren das erste Lebenszeichen.

Willst Du Recht haben oder glücklich sein?

Kurz und knapp, doch herzlich und wieder mit dem Wunsch verbunden, Kontakt mit mir haben zu wollen.

Ich war wie vom Donner gerührt und habe das gleich erst mal innerlich vom Tisch gewischt und mich wieder meiner Geburtstagsgästin zugewendet.

Da der Urlaub auch vor der Tür stand, habe ich mich auch die nächsten Tage zunächst nicht weiter darum gekümmert, doch arbeitete es natürlich im Hintergrund in mir.

Wieder aus dem Urlaub zurück stand seit September dann auf meiner ToDo-Liste „Bei Vater melden“. Ich kann dir nicht sagen, auf wie vielen ToDo-Listen dieser Punkt immer und immer wieder auftauchte. Ich habe es einfach nicht vermocht. In meinem Kopf jedoch sind zeitgleich 100e von Antwortversionen entstanden und viele davon waren nicht fein, das kann ich dir sagen. Nach und nach habe ich mich dem gestellt und je mehr ich innerlich aufmachte, desto mehr Schmerz kam hoch. Es tobte ein Kampf in mir – noch immer. Und das, wo ich es als ausgebildete „Fachkraft“ J ja eigentlich besser wissen müsste. Doch ... Coaches sind auch nur Menschen ... zumal, wenn die persönliche emotionale Verstrickung dieses Ausmaß hat. Ich wollte wieder ran an meinen Vater, aber meine Wut und meine Verletzungen und ja sogar mein Hass auf ihn und das damals Geschehene waren so groß, dass ich nicht im Geringsten eine Ahnung davon hatte, wie das möglich sein sollte. All der verdrängte Schmerz brach mit einer Wucht hoch, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Es hat mich schier innerlich zerrissen (und das bei laufendem Tagesgeschäft ...)

Trotzdem war bei alldem glasklar, wohin die Reise geht, es war unausweichlich und so eindeutig wie noch nie etwas vorher: ich möchte wieder Kontakt mit meinem Vater.

Lieber Papa ...

Kurz vor Weihnachten war es dann soweit, ich hatte durch die Arbeit mit meinem Coach und vielen Gesprächen mit meinen Freunden endlich den Mut und den Ton gefunden, um meinem Vater zunächst schriftlich gegen über treten zu können. Es war ein langer Brief, ein harter Brief, ein Brief voller Schmerz und trotzdem voller Respekt. Ein Brief, indem ich mich vielleicht so radikal wie noch nie vorher mit meinen Verletzungen gezeigt habe. Ein Brief ohne jedweden Vorwurf, das hatte ich mir geschworen im Wissen darum, dass es zu nichts führen würde. Daran habe ich mich gehalten und es zur beiderseitigen Voraussetzung für einen etwaigen Dialog gemacht. Wissend, dass das für mich die weitaus schwierigere Übung sein würde.

Um mich vor einer erneuten Enttäuschung zu schützen hoffte ich gar nicht erst auf eine Antwort.

Doch die war bereits am nächsten Morgen da: ein virtueller Mix aus Tränen, Freude, Fassungslosigkeit, Angst.

Bald waren wir in einem regen Mailwechsel, indem vieles aufgearbeitet und geklärt werden konnte, vieles erneut hochbrach und viele Emotionen in mir und vermutlich auch ihm auslöste. Immer noch schüttelt es mich manchmal emotional durch und vor unserem ersten Treffen in einigen Wochen bin ich bei aller Freude durchaus ein wenig nervös. Doch habe ich eines nicht nur verstanden, sondern fühle es tatsächlich, was mir vorher nicht bewusst war, nicht bewusst werden durfte: die Trauer um den emotionalen Verlust meines Vaters, die damit verbundenen und verinnerlichten negativen Glaubenssätze, die Selbstzweifel und Blockaden in vielen anderen Bereichen des Lebens können erst jetzt und dadurch wirklich vollständig heilen und die fast 3 Jahrzehnte lang unbewusst und unnütz gebundene Energie endlich anderswo zum Einsatz kommen, wo sie viel dringender gebraucht wird und vor allem viel Schöneres bewirken kann.

Das Leben ist zu schade, um es mit Wut, Trauer, Angst und Hass zu verschwenden

 Und auch wenn mein Beispiel hier nicht unbedingt alltäglich ist, so weiß ich aus 17 Jahren Coachingerfahrung, wie viele Menschen ungeklärte Themen mit sich herumtragen, die ihnen Energie und Lebensfreude abziehen und sich zudem blockierend auf die eigene Gesundheit, auf Kreativität und Leistungsvermögen auswirken.

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  • wie Du selbst die intensivsten Erfahrungen radikal akzeptieren lernen kannst

Ich freue mich auf Dich und darauf, dich in deine volle Kraft bringen zu dürfen. 

Herzlichst, Deine Manuela

 

 

 

„Fachlich brillant, aber zwischenmenschlich eine Katastrophe“ oder: warum Du nicht nur dein Auto regelmäßig zum TÜV schicken solltest

Neulich erreichte mich eine Anfrage für ein quasi SOS - Coaching: in einer Abteilung war es laut der Auftraggeberin zwischen einer Führungskraft Frau S. und deren Team eskaliert. Nicht nur deutliche Spannungen und Vertrauensverlust stünden auf der Tagesordnung, sondern die Mitarbeiter drohten reihenweise mit Kündigung, einige seien bereits gegangen. Das sei untragbar. Auf der anderen Seite wisse man, was man an der Führungskraft habe, diese sei fachlich „brillant“! Aber eben zwischenmenschlich sei sie eine Katastrophe ...

Man stehe zwischen allen Stühlen und wisse sich genau genommen keinen Rat mehr.

Ein Coaching zur „Persönlichkeitsentwicklung“ sei wohl das, was nun nur noch helfen könne, wenn überhaupt, meinte mein Auftraggeber, eine große soziale Organisation. Wenn sich dann auch nichts ändern würde, gelte es wohl oder übel Entscheidungen zu treffen. Das (stark fluktuierende) Team oder die Führungskraft. Schwarz oder weiß. Feind oder Freund. Entweder, oder. Ende, aus, basta.

Frau S. selbst hatte dem Coaching wohl oder übel zugestimmt – was blieb ihr auch anderes übrig – glaubte aber selbst nicht daran, dass sie sich ändern könne oder ein Coaching die Situation an sich verbessern könne. So hieß es zumindest.

Naja nun. Als neugieriger Mensch wollte ich mir die Situation zumindest anschauen und mir selbst ein Bild vor Ort machen.

Im Vorgespräch erwartete mich dann (wie oft) entgegen aller Beschreibungen eine warmherzige, humorvolle Frau mit Ecken und Kanten, die deutlich machte, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und auch mal durchgreift, wenn es sein muss. Mit einem riesengroßen Herz für die Sache, einem rasenden Gerechtigkeitssinn und viel Wut auf Mitarbeiter, die ihren Job nicht mit halb so viel Herzblut und Verantwortungsgefühl machen wie es für sie selbstverständlich ist – zumindest in ihrer Wahrnehmung. Eine Frau, die sich aufbäumte und sich fragte, ob sie sich überhaupt verändern will (das war ja der ursprünglich formulierte Auftrag)?! Kurzum, ein Mensch, indem es tobte und der hin und her gerissen war zwischen den vielen widerstreitenden Anforderungen, Erwartungen und Bedürfnissen.

Definitiv war es aber nicht der zwischenmenschliche Totalversager, der mir geschildert worden war ...

Es sprudelte nur so aus ihr heraus und auch Tränen flossen ... so als ob ein lange mit großer Mühe zusammen gehaltener Staudamm bricht. Es wurde deutlich, unter welchem Druck Frau S. stand und wie dieser Druck nach und nach von ihr Besitz ergriffen hatte und sie zu einer harschen, lauten, knappen und pessimistischen Person hatte werden lassen, die weder gut mit sich selbst noch mit den Menschen um sich herum zurechtkam. Kein Wunder und lediglich eine Frage der Zeit, bis eigentlich durch eine Bagatelle die berühmt berüchtigte Hutschnur platzte und verbrannte Erde hinterlassen wurde nach einem schon länger andauernden atmosphärischen Schwelbrand der extremen Anspannung aller Beteiligten.

Nachvollziehbar, dass sich ganz grundsätzlich in einem solchen Zustand weder Führungskräfte noch Mitarbeiter wohl fühlen und die Leistung auf Dauer nicht stimmen kann.

Aus vielen Coachingprozessen weiß ich, dass derartige Situationen oft der nahende Endpunkt einer langen, für alle Beteiligten quälenden Entwicklung sind. Lange, viel zu lange wurde weg geschaut, weg gedrückt, ausgesessen, bagatellisiert, hingenommen und schließlich resigniert. Nicht ohne natürlich im jeweiligen Lager Schuldige auszumachen, denen die Verantwortung für die unliebsame Situation zugeschoben werden kann.

Alle paar Jahre mal eine Weiterbildung und der Glaube ist, dass dann schon alles läuft wie ein gut geölter Motor quasi auch wie von selbst und auf alle Zeit durch alle Unwägbarkeiten des Alltags manövriert. Diese Unwägbarkeiten sind jedoch der Sand im Getriebe, der den besten Motor auf Dauer festfahren lässt. Kontinuierliche Wartung in regelmäßigen Abständen, vorausschauendes Ölen, Schmieren und Pflegen sowie planmäßig TÜV und AU sind für uns selbstverständlich, wenn der Motor auch weiterhin wie geschmiert laufen soll.

Im zwischenmenschlichen Bereich vergessen wir häufig die regelmäßige Wartung unseres Motors und wundern uns dann, dass genau das „Zwischenmenschliche“, das ja der Kitt in allen Beziehungen, seien sie privater oder eben wie hier beruflicher Natur sind, leidet und nicht mehr funktioniert.

Und nicht nur das Zwischenmenschliche leidet: auch die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Einzelnen. Frau S. schlief schon seit längerem schlecht, klagte über diffuse Beschwerden hier und da und litt zudem sehr darunter, nicht zu wissen, wie sie die festgefahrene Situation sowohl beruflich aber auch ganz persönlich für sich selbst lösen sollte.

Es ist also auf Dauer auch Raubbau und bewusst in Kauf genommener Verschleiß von Arbeitskraft, der in Zeiten, in denen der Fachkräftemangel überall händeringend beklagt wird, niemanden kalt lassen und eben nicht zugelassen werden sollte.

Menschen (im Unternehmen) frisch und bei Laune, guter Energie und Arbeitsfreude zu halten kostet zudem weitaus weniger als Ausfallzeiten durch Krankheit, Leistungsverlust durch innere Kündigung oder das Finden neuer, geeigneter Mitarbeiter.

Oft geht es zunächst einmal „nur“ um eigentlich so simple Dinge wie Zuhören, ernst nehmen, bedingungslos akzeptieren, wertschätzen, Mut machen.

Einfach Mensch sein dürfen und als solcher anerkannt und respektiert werden.

Eben kontinuierliche Wartung in regelmäßigen Abständen, vorausschauendes Ölen, Schmieren und Pflegen sowie planmäßig TÜV und AU und der Motor läuft wie geschmiert.

Diese vorausschauende und fürsorgliche Haltung gegenüber uns selbst und anderen einzunehmen und nicht nur gegenüber unseren „Heiligtümern“ steckt vielleicht noch in den Kinderschuhen, wird aber für viele Menschen mehr und mehr selbstverständlich. Auch selbstverständlich, aus Eigeninitiative Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und für die eigene mentale und emotionale Ausgeglichenheit zu sorgen, die heute wie beschrieben in einem komplexen und häufig von Zerreißproben charakterisierten Arbeitsleben so wichtig und gleichermaßen so gefährdet ist.

Für manchen mag es befremdlich klingen, sich selbst um sein Seelenwohl kümmern zu sollen, wo doch andere daran „schuld“ sind, dass dies überhaupt ins Wanken gerät.

Natürlich ist es wichtig, alle Beteiligten zu einem Umdenken zu bewegen. Und es ist schwer, aus alldem die Schuldfrage heraus zu nehmen. Unser Ego bockt da ganz gewaltig! Das Ding ist: selbst wenn die Schuld nun an die vermeintliche richtige Stelle abgegeben wird, gehts uns dann besser? In der Regel nicht. Die Aufgabe bleibt also.

Dazu kommt, dass wie in einer festgefahrenen Partnerschaft nie nur einer „schuld“ ist an der Situation. Beide Parteien bzw. alle Beteiligten tragen ihr Quentchen dazu bei, dass die Situation ist, wie sie ist. Den Blick fürs große Ganze wieder zu gewinnen und auch mal in die Perspektive seines Gegenüber einzusteigen wirkt da oft Wunder.

Frau S. gelang es nach und nach in eine entspannte und sich selbst beruhigende Haltung zu finden und darüber eben auch mit neuem Blick und mehr Verständnis auf ihr Team zu schauen. Eine neue Haltung ist oft der Schlüssel für ein anderes Handeln. Und auch wenn nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und die Prozesse im Unternehmen unsere Frau S. immer mal wieder zur Weißglut bringen, so kann sie doch insgesamt anders damit umgehen, mehr in ihrer Gelassenheit bleiben und somit anders in ihrem beruflichen und privaten Umfeld agieren. Es ist noch unklar, ob der Arbeitgeber weiterhin die Kosten für ein begleitendes Coaching übernehmen wird, aber Frau S. denkt darüber nach, sich dieses regelmäßig für sich selbst zu gönnen.

Ein Anfang ist gemacht .... 

Wenn Du auch erfahren willst, wie Du im alltäglichen Wahnsinn Lebensfreude, Energie und Kraft behältst und

  • wie Du dich prophylaktisch stärken kannst, um lang andauernde Belastungssituationen mit kühlem Kopf und langem Atem zu meistern
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Herzlichst, Deine Manuela

 

 

Wie es Tobias geschafft hat, keinen burn out zu bekommen und wieder lachen, leben und lieben zu lernen

Ich musste neulich an eine Supervisionssitzung von vor einigen Jahren denken. Dort stellte ich die Arbeit mit einem meiner Klienten vor, die sich anfänglich recht knifflig gestaltete und die mir den Spruch meiner Supervisorin einbrachte „Manuela ist die Frau für die harten Fälle“. Tobias, so soll er hier heißen, war ein attraktiver Mann von Anfang 30, der als selbständiger Vertriebspartner in der Immobilienfinanzierung arbeitete. Er war schon lange in einem sehr zeitlich und emotional sehr fordernden Umfeld tätig, das ihm nicht nur viel Energie abverlangte, sondern diese wahrscheinlich schon von ihm erst unbemerkt überstrapaziert hatte.

Die Fassade bröckelt

Die Lage spitzte sich zu, als er Vater wurde. Seine Arbeitsleistung ließ drastisch nach, er machte viele Fehler, was zu Konflikten mit seinem Auftraggeber führte bis hin zur Androhung des Rausschmisses. Auch wurde ihm schon angeboten, weniger zu arbeiten, dafür aber mit Honorarabzug. Das wollte und konnte Tobias nicht, denn er hatte einen hohen Lebensstandard und viele Verpflichtungen. Zudem wäre das für ihn einer Niederlage gleichgekommen.

Zu Hause gab es auch immer mehr Stress, da er kaum Zeit hatte, sich um seine Familie zu kümmern und zudem die vielen gut gemeinten, aber leider wenig hilfreichen Rat“schläge“ seiner Frau, bezüglich seines Verhaltens gegenüber seinem Chef doch mal bestimmter und als „ganzer Kerl“ aufzutreten, ihn zusätzlich unter Druck setzten. Bei seiner Frau fand er in dieser Zeit nur wenig Rückhalt, da diese anders als er, aber eben auch in einer schwierigen Lebensphase steckte.

Er war sehr unglücklich, so wenig Zeit mit seiner kleinen Tochter verbringen zu können.

Zunehmend wurde Tobias unruhig, unkonzentriert, unaufmerksam, seine Wahrnehmung für seine Kollegen und Kunden ging gegen Null. Zum Teil bekam überhaupt nicht mit, wie verschlossen, gleichgültig und desinteressiert er nach außen wirkte. Seine Kommunikation war auf das Wesentlichste reduziert. Gesundheitlich schlichen sich bis dato unbekannte Symptome ein, er litt unter Magenproblemen und schließlich irgendwann unter Panik-Attacken mit Luftnot und Beklemmungen. In einer dieser Situationen verließ er schlagartig das Büro, um ins Krankenhaus zu fahren. Ließ alles stehen und liegen ohne Rücksicht auf den nächsten Kundentermin. Was ihm im Nachgang seitens seines Chefs blühte, ist leicht vorstellbar.

Müßig zu erwähnen, dass auch die einstige Attraktivität schon lange nicht mehr da war. Im Kundenkontakt leider keine nur kosmetische Sache, sondern eine, mit der unter Umständen steht und fällt, ob ein Abschluss erzielt wird oder nicht.

Alarmstufe rot und Reißleine gezogen

Tobias` Glück im Unglück war, einen Chef zu haben, der zwar einerseits gnadenlos fordert, anderseits seine Mitarbeiter gnadenlos fördert und in Krisensituationen zur Seite steht. Dieser zog schließlich die Reißleine und „verdonnerte“ Tobias zur Zusammenarbeit mit mir, um sich „wieder auf die Reihe zu bekommen“.

Glück im Unglück deswegen, weil Tobias trotzdem er sich kurz vor einem Burnout befand, damals niemals von selbst auf die Idee gekommen wäre, sich in eine Beratung, Coaching oder Therapie zu begeben. Ein Phänomen, über das Du bei Interesse hier mehr lesen kannst.

Die ersten Sitzungen waren sehr emotional, es flossen viele Tränen bei Tobias. Es war, als ob ein Ventil geöffnet wird und Stück für Stück all die vergangenen und gegenwärtigen Lasten abfallen. All die herunter geschluckte Enttäuschung, all der Ärger über berechtigte und unberechtigte Kritik, die ganze Erschöpfung und der Druck der letzten Jahre, das momentane Gefühl der Überforderung und der Ohnmacht, die vielen Erwartungshaltungen von zu Hause und im Job brachen nach und nach aus ihm heraus. Es war, als ob sich ein Staudamm löste und langsam aber beständig dahinter wieder etwas ins Fließen kam. Erst kaum zu spüren, dann immer deutlich wahrnehmbarer. 

Willst Du Recht haben oder glücklich sein?

In der intensiven Zusammenarbeit der nächsten Wochen und Monate lernte Tobias in der Reflexion, andere Perspektiven auf die ihn stressenden Situationen des Alltags einzunehmen und dadurch seinen Fokus zu verändern. Es war für ihn erstaunlich zu bemerken, wie viele seiner akuten Herausforderungen damit zu tun hatten, mit welchem Weltbild er hinausging und welche Glaubenssätze ihn bewusst aber auch unbewusst blockierten. Tobias lernte nach und nach, sich zu entspannen und seinen Fokus bewusster zu halten. Das Gefühl, den ganzen Tag getrieben und gehetzt zu sein konnte sukzessive einem Gefühl von Selbstbestimmung weichen. Es zeigte sich auch, dass es biographische Themen in Tobias Leben gab, die eine therapeutische Begleitung erfordern. Die Trennung der eigenen Eltern in frühen Kindheitsjahren und das jeher schwierige Verhältnis zu seiner Mutter hatten in ihm einige Wunden hinterlassen, die ihn auch heute als erwachsener Mann blockierten und einige „merkwürdige“ Verhaltensweisen in seinem heutigen Leben zur Folge hatten. Durch meine Ermunterung nahm er nach anfänglichem Widerwillen den Kontakt zu einer Kollegin auf und berichtete mir neulich strahlend davon, dass seine Frau dort nun auch hingehen würde. Es ist ihm mittlerweile eine für ihn wohltuende Routine geworden, sich sehr privat und persönlich aber auch beruflich begleiten und unterstützen zu lassen.

Es darf in der Tiefe heilen, wo bislang nur oberflächlich ein Pflaster draufklebte.

Nach und nach hat Tobias zu seiner Kraft zurückgefunden und das einstige Krisen- und Kraftcoaching mit mir hat sich inzwischen in eine Sparringpartnerschaft verwandelt, die er für sich weiterhin nutzen möchte, um sich beständig zu „erden und auf Spur zu bleiben“ (O-Ton Tobias), einen Spiegel für kritische Situationen und eine kontinuierliche Begleitung durch mich als Mentorin an seiner Seite zu haben. Nachdem er sich anfangs überhaupt nicht vorstellen konnte, sich jemanden Professionelles anzuvertrauen, ist es für ihn nun ein Selbstverständnis geworden, sich professionell begleiten zu lassen, um voran zu kommen, über seine von ihm selbst so benannten Angstschwellen zu gehen und zu merken, wo er sich im Kreise dreht.

Endlich angekommen

Der größte Gewinn für ihn ist das Ruhen in sich selbst: „Ich höre meine innere Stimme und bin mehr in meiner Wahrheit als früher.“

Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung, um in anspruchsvollen Jobs beständig Leistung bringen zu können. Genauso ist es die Basis schlechthin, um überhaupt gesund und in seinem Wohlbefinden bleiben zu können. Wer seine Grenzen nicht spürt oder sich nicht adäquat abgrenzen kann, wer gar nicht weiß, was er will und was seine eigene innere Wahrheit ist, der wird über kurz oder lang aus der Balance fallen.

Schöner Nebeneffekt: Tobias hat eine adäquate Form und den Mut gefunden, um mit seinem Chef familienfreundlichere Arbeitszeiten auszuhandeln – ohne finanzielle Einbußen.

Mehr Zeit fürs Töchterchen und auch mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in der Partnerschaft waren für Tobias noch mal die Bestätigung, dass es sich lohnt, die Dinge anzugehen. Auch wenn man(n) am Anfang vielleicht Schiss davor hat. Auch wenn es zwischendrin wahnsinnig weh tut. Auch wenn es anfänglich wahnsinnig anstrengend sein kann. Auch wenn man(n) vielleicht ab und an hadert und sich fragt, ob das wohl wirklich alles so funktioniert. Ob man vertrauen kann. Ob die Energie wirklich wieder kommt. Ob die Kraft wirklich gehalten werden kann. Ob wirklich alles besser wird.

Es wird.

Vertrauen ist die Maxime.

Und die glasklare Entscheidung, dass es so, wie es war, nicht mehr weitergeht.

Es ist ein Wagnis. Aber ein Lohnenswertes, an dessen Ende eine befreite Persönlichkeit steht, die im Einklang mit sich selbst und ihrem Umfeld ist. Die Lust aufs Leben hat, die lacht und liebt UND ein erfolgreiches Business rockt.

Wenn Du auch wieder lachen, leben und lieben lernen möchtest und Dir einige oder sogar alle Punkte aus Tobias Geschichte aus eigener Erfahrung furchtbar bekannt vorkommen, dann buche dir hier deinen persönlichen Termin für einen gratis energy talk mit mir.

Ich zaubere Dir ein Lächeln ins Gesicht und zeige Dir, wie Du Stress loslässt, wieder durchatmen kannst und neue Energie gewinnst.

Ich freue mich auf Dich und darauf, deine Akkus ein Stück weit aufzuladen zu dürfen.

Herzlichst, Deine Manuela

Wie alles anfing ...

Wie alles anfing ...

Bevor es mit dem Vertrieb los ging, habe ich als Studentin lange Zeit meine Brötchen damit verdient, in der Hauskrankenpflege zu arbeiten. Von früh um 5 an war ich bei Wind und Wetter mit meinem Fahrrad unterwegs, um alte und kranke Menschen in ihrem täglichen Lebensalltag auf unterschiedlichste Art und Weise zu unterstützen, je nachdem wie deren Wünsche und Bedürfnisse waren.

So ging es dann weiter.

Wie geht Vertrauen?

Wie Du mit Dir selbst gut bist und dich emotional intelligent behandelst.  

In diesem Moment, in dem ich hier sitze und diesen Artikel schreibe, bin ich gleichermaßen in Gedanken bei einer lieben Freundin, die heute unters Messer muss. Vor einigen Monaten hat sie erfahren, dass sie einen Magentumor hat. Unklar, ob gut- oder bösartig.

Seitdem ging es ganz ordentlich drunter und drüber.

Der ganz normale Wahnsinn.

Voraus gegangen war eine wahnsinnig stressige Phase in ihrem Leben, in der sich die Ereignisse quasi überschlugen. Die Emotionen fuhren nahezu ohne Pause Achterbahn.

Der Kauf und die Renovierung eines Hauses hatte sie und ihre Familie nahezu an den Rand des finanziellen und vor allem emotionalen Ruins gebracht.

Körperlich und gesundheitlich war sie angeschlagen, sie hatte immer mal wieder diffuse Schmerzen hier und dort, schob diese aber beiseite.

Erholsamer Schlaf war die Ausnahme denn die Regel. Permanente Gedanken daran, wie alles finanziert werden soll und was passiert wenn ... raubten ihr oft die so dringend notwendige Ruhe.

Sie freute sich wahnsinnig darüber, bald Oma zu werden und hatte gleichzeitig viel Angst davor, wie ihre Tochter mit den Herausforderungen klar kommen würde, die das Leben einer berufstätigen Mutter mit einem Baby nun mal mit sich bringt.

Sie sorgte sich sehr um ihre Eltern und die ihres Mannes, die alle nicht mehr die Jüngsten sind und natürlich immer mal das eine oder andere auch durchaus ernst zu nehmende Zipperlein am Start haben.

Die Rangeleien in der Partnerschaft und beruflichen Querelen gaben sich mal wieder die Klinke in die Hand ... 

Und, und, und ...

Und das alles bei laufendem Job und dem ganz „normalen“ Wahnsinn des Alltags ...

Mitfließen oder gegen drücken?

Kaum war sie nach dem Einzug ins Haus ein ganz klein bisschen zur Ruhe gekommen, forderte der Körper sein Recht, indem das Unwohlsein und die Schmerzen immer heftiger wurden und nun kaum mehr weg zu drücken waren. Diagnostik stand also auf dem Programm und damit die Voruntersuchungen, die ihrer eh schon gebeutelten Seele noch mehr zusetzten. An Schlaf war auch jetzt kaum zu denken. Die Angst vor der bevorstehenden Diagnose schabte ihr jeden inneren Schutz von den Knochen und machte sie dünnhäutig. Doch ganz entsprechend ihrer Art war es nicht nur diese Angst, die sie aufzufressen drohte, sondern auch die vielen mürbe machenden Antworten, die wir alle finden, wenn wir ausschließlich nach der Frage „Was ist wenn ...“ leben.

Die Angst und die Angst vor der Angst

Die Zeit bis zur ärztlichen Diagnose betrug „nur“ wenige Tage und dennoch kam sie ihr verständlicherweise natürlich furchtbar lang vor. Auch, da sie nun viel zu viel Raum hatte, um sich selbst die Diagnose permanent schon selbst zu geben und sich mehr zu sagen als zu fragen:

„Was ist, wenn ich Krebs habe?“

Was für eine Frage!!!???

Das ist doch völlig klar!!! Dann bist Du, Deine Gesundheit und Deine Heilung die absolut erste Priorität.

Eigentlich logisch, oder?

Nicht für meine liebe Freundin. Mehr noch als die Angst davor, was mit ihr, ihrem Körper, ihrer Seele geschehen würde, versetzte sie der Gedanke in Panik, wie das Leben ohne sie wohl weiterlaufen würde:

·      Was passiert mit den Schulden, die wir fürs Haus aufgenommen haben?

·      Wie sollen meine Männer alleine klar kommen?

·      Wie soll es meine erwachsene Tochter schaffen, ihr Neugeborenes und den Job unter einen            Hut zu bekommen, wenn ich nicht helfen kann?

Los lassen, akzeptieren, vertrauen

Zusätzlich quälte sie sich mit dem Gedanken, dass die Ärzte sie nicht richtig behandeln würden. Kurzum, in ihr tobte ein wahnsinnig zehrender Kampf gegen alles und jeden. Vor allem gegen sich selbst. Ein Kampf, wie sie ihn schon die Monate zuvor, schon lange, vielleicht schon immer gekämpft hatte. Ein Kampf, der sie erschöpft und ausgezehrt hatte, der sie immer missmutiger hatte werden lassen und der ihren Kontakt zu sich selbst und zu ihren Lieben arg strapaziert hatte.

Willst Du recht haben oder glücklich sein?

Der Kampf war zu ihrer Sprache geworden, die sie perfekt beherrschte. Der Preis dafür war, dass sie die Sprache der Offenheit, des Wohlwollens, der Hingabe an den Moment nahezu verlernt hatte. Sie war gefangen in ihrem Zwang, alles um sie herum Seiende (negativ) zu bewerten, anzuzweifeln und darin gefangen zu sein. Sie wusste nicht mehr, was Akzeptanz heißt, wie sich Wohlwollen anfühlt und wie befreiend Offenheit sein kann.

Wie geht Vertrauen? Heißt das, dass ich alles gut finden muss?“

fragte sie mich.

Zurück zur Essenz: Einfach (nur) sein

Meine Antwort darauf kannst Du dir sicher vorstellen.

Natürlich nicht. Es geht nicht darum, zu allem Ja und Amen zu sagen und auch nicht darum, dass Du mit Allem und Jedem komplett übereinstimmst (wenn Du es nicht willst).

Es geht darum, sich selbst zu erlauben, vertrauen zu dürfen und sich selbst zu glauben, dass dies keinen Verrat der eigenen Werte bedeutet. Vielmehr kann Vertrauen in eine Person oder eine Situation, die früher Widerstand in Dir hervor gerufen hat eine Einladung an Dich sein, Deine Werte und Ansichten zu überprüfen und zu reflektieren, wie Dein Lebensskript Dich auch im Hinblick auf Vertrauen oder eben Misstrauen geprägt hat und was das für Deine Lebensentscheidungen bedeutet.

Vertrauen = Selbst-Ver-trauen + Zu-trauen

Vertrauen hat nichts mit blinder Naivität zu tun. Im Gegenteil ist es eine sehr intelligente Strategie, die Knüppel aus dem Weg zu räumen, die Du dir bislang ständig selbst in den Weg gelegt hast. Nimm die Dinge so, wie sie kommen. Bleib bewusst im Moment, der gerade ist.

Am Beispiel meiner Freundin hieß das, an einigen Stellen radikal umzulernen.

·      Ihren Männern zu Hause eben zuzutrauen, sich selbst zu versorgen und darauf zu vertrauen,          dass sie nicht verhungern.

·      Darauf zu vertrauen, dass die finanziellen Belastungen wie vorab geplant und kalkuliert                   Schritt für Schritt abgebaut werden.

·      Sich auf ihr Enkelkind zu freuen und darauf, wie ihre Tochter mit dem Mutter sein in ihrer                Persönlichkeit wachsen wird.

·      Darauf zu vertrauen, dass die ärztlichen Spezialisten mit erfahrener Hand genau das Richtige          tun.

Darauf zu vertrauen, dass sie gesund sein wird.

Ihre Diagnose fiel übrigens positiv, äh negativ aus: Kein Krebs.

In den Tagen ihrer Rekonvaleszenz erlebte sie viele schöne Dinge, die neu für sie waren, zum Beispiel ein befreiendes Telefonat mit ihrer Chefin, die ihr einfach riet, erst mal nur gesund zu werden. Das hätte es vorher noch nie gegeben ... und sie habe es annehmen können ohne zu zweifeln, zu hinterfragen und zu zer-denken. Einfach, weil es gut getan hat.

Vom Kopf zurück ins Herz. Los lassen. Aufhören zu kämpfen. Geschehen lassen

Sie kommentierte das Geschehen mit einen Satz, den ich so noch nie von ihr gehört hatte:

„Das Leben ist schön.“

Los lassen, zuhören, beobachten statt bewerten usw. waren Strategien, die sie für sich schon sehr lange nicht mehr angewendet hatte. Etwas anzunehmen, das „einfach nur gut tut“ und sich richtig anfühlt. Zu vertrauen.

Vertrauen heißt, achtsam zu sein

Heute nun wird das gutartige Geschwür aus ihrem Körper entfernt. Natürlich hatte sie Angst vor den Schmerzen. Gerade weil es ihr in den letzten Wochen körperlich so gut wie lange nicht gegangen war. Und doch denke ich, dass sie an einigen Stellen anders, achtsamer mit sich umgegangen ist als dies noch vor einigen Wochen der Fall war.

Sie hat begonnen, den Weg des Vertrauens zu gehen. Und ist dadurch woanders bei sich selbst angekommen. Hat wieder mehr Offenheit, mehr Selbstfürsorge, mehr Akzeptanz erlangt und dadurch auch einen Weg gefunden, wieder ganz anders mit ihrem Umfeld zu kommunizieren und ihre Beziehungen zu verbessern.

Und das ist der Grund, warum ich Dir hier davon berichtet habe. Auch wenn es ein Thema ist, das mit dem „Business“ so gar nichts zu tun hat.

Auf den ersten Blick.

Denn egal, was wir beruflich tun – letzten Endes bewegen uns doch immer auch ähnliche Fragen und Ängste, sitzen wir in ähnlichen Gedankenkarussellen.

Darüber hinaus ist Vertrauen sicher noch viel mehr grundsätzliche Haltung und Lebenseinstellung als bloße Technik und von daher universell von Bedeutung. Auch im Joballtag.

Berichte mir: wo ahnst Du, das Vertrauen Dir gut tun würde und was hält dich bislang davon ab, es einfach zu tun?

Schreibe mir hier.  

 

Wann beginnst Du, dich ernst zu nehmen? Die Geschichte vom Rotköppchen.

Die Story

Beratern und Verkäufern, Coaches und Trainern sagt man ja oft nach, dass sie mit der Gabe geboren seien, alles in Grund und Boden zu quasseln, wenn es denn sein muss. Dazu will ich Dir eine Geschichte erzählen.

... und die Geschichte dahinter

Als ich klein war, war ich ein typisches 70er Jahre Kind, etwas moppelig, ansonsten unauffällig und unscheinbar. Gesagt habe ich wohl nicht viel und wenn nur das Nötigste. Sicher lag das zum einen daran, dass es bei uns zu Hause nicht wirklich üblich war, viel zu erzählen. Und wenn ich genau darüber nachdenke, hatten meine Eltern sowohl sich selbst als auch uns Kindern nicht viel zu erzählen.

Kleine Grausamkeiten und deren nachhaltige Auswirkungen

Kurzum, das Reden vor anderen und überhaupt das (vermeintlich) im Mittelpunkt stehen gehörte wie vieles andere auch nicht gerade zu meinen Stärken. Eine grauenhafte Vorstellung, wenn ich an meinen damaligen Musikunterricht denke, in dem es sich unser leider an Krebs verstorbener Herr R. - Gott hab ihn selig - zur Folteraufgabe gemacht hatte, uns zu dritt vorne antreten zu lassen, damit jede(r) dann eine Strophe zum Besten gäbe. Kein Vorsingen, kein Vortrag, keine mündliche Leistungskontrolle ohne flammend rote Birne, die dann selbstredend noch von lautem Gelächter und liebevoll analytischen Fragen a la "Mensch, warum wirste denn rot???" angeheizt wurde.

Ich habe es gehasst und natürlich vermieden, mehr als notwendig in derartige Situationen zu geraten. Spannenderweise hat mich das jedoch nicht davon abgehalten, derartige Situationen (Abitur, Lehrstelle suchen etc. - Momente, in denen ich scheinbar gespürt habe, dass dies eine Chance ist, die so nicht mehr oder zumindest nicht so schnell wiederkommt) beim Schopfe zu greifen. Aber dazu später.

Eine Katastrophe jagt die nächste 

Viele Jahre später, ich war inzwischen stolze Erstsemester - Studentin an der FU Berlin, bahnte sich das nächste Fiasko an, ohne das ich im Vorfeld großartig daran gedacht hätte. Ein sorgfältig vorbereitetes Referat geriet zur Lachnummer, da ich vor dem studentischen Publikum absolut versagte. Ich bekam kein Wort raus und da war sie dann auch wieder, die vor Scham und Peinlichkeit knallrote Birne. Eine Odyssee aus Versagensängsten und (selbstgewählten) Maßnahmen um diese im Keime zu ersticken, folgten. Der Besuch in der psychosozialen Beratung an der Uni und etliche Stunden Verhaltenstherapie bei einer von meinen Kleinmädchenängsten gelangweilten, tendenziell sadistischen Therapeutin. Durchhalten war ja die Devise und aufgeben kam nicht in Frage ... wenngleich mir sehr oft danach war, das kannst Du mir glauben.

Lob der Intuition 

Wiederum 1 Jahr später, es muss kurz nach meinem Sommerurlaub gewesen sein, traf ich eine Entscheidung, deren Folgen ich erst viel später abschätzen konnte und deren Ursachen mir ehrlich gesagt bis heute nicht ganz klar sind.

Kennst Du das, dass Du dich manchmal darüber wunderst, mit welcher schlafwandlerischer Sicherheit etwas in Dir einen Impuls gibt, den Dein Verstand nie und nimmer zugelassen hätte. Dich quasi öffnet, Dich kurz Deine Grenzen vergessen lässt, die Dir von Dir selbst und anderen gesetzt wurden und dich zumindest für einen Moment ganz „open minded“ sein lässt.

So als ob eine Instanz in Dir dich führt und für Dich entscheidet und Du von außen erstaunt zuschaust, aber durchaus zufrieden bist mit dieser Entscheidung.

Ich war zunächst sehr zufrieden mit der Entscheidung, von nun an meine studentischen Brötchen mit einem Job im Warmen zu verdienen, mit Blick auf den Fernsehturm, ein schickes Headset auf den Ohren, umgeben von modernster Technik. Ja, ich habe den Call Center Boom der 1990er Jahre mitgenommen!

Jippie - kein Problem mehr mit roter Birne!

Überraschend schnell verlor ich meine Angst vor dem Kunden und vor dem Sprechen, konnte der mich doch nicht sehen und war meistens im Wesentlichen vorprogrammiert, wie die Gespräche laufen würde. Kein Problem mehr mit roter Birne! Im Gegenteil, manches Mal lief ich zu Höchstform auf und versetzte meine Mitstreiter in Staunen und so kam es auch nicht von ungefähr, dass ich bald für das Coachen und Trainieren meiner Kollegen zuständig war und auch ihnen die Tricks und Kniffe einer gelungenen Gesprächsführung nahebrachte.

Dies nun wiederum nicht ausschließlich in einer kuscheligen face to face Situation, sondern durchaus in größerem Rahmen. Und so kam es also, dass ich eines Tages inmitten einer 12-köpfigen Truppe gewissermaßen "erwachte", die hellwach auf ihren Stühlen saßen und mich gespannt ansahen.

Ob Du es glaubst oder nicht, ich habe in diesem Augenblick zum 1. Mal realisiert, dass hier das kleine farblose pummelige Mädchen mit Hang zur roten Birne sich die volle Breitseite gibt.

Da stand ich nun und lieferte mich aus - freiwillig! Das musst Du dir mal vorstellen!

Interessanterweise habe ich in diesem Moment des Erwachens keinen Schock bekommen und auch die Birne brannte ausnahmsweise nicht rot.

Durch die Angst gehen und Frieden finden

Im Gegenteil erlebte ich innerlich einen sehr friedlichen und andächtigen Moment, in dem mir klar wurde, dass ich es aus mir heraus es geschafft hatte, eine meine größten Ängste in einen Motor, einen Antrieb zu verwandeln, der mir neue Türen öffnete, an die zu klopfen ich einige Jahre zuvor nicht mal im Traum dran gedacht hätte. Und nein, da war nix von langer Hand geplant und eingetütet, auch wenn ich gewollt hätte, wäre das nicht gegangen. Denn mein liebevoll begrenzter Verstand mit meinem größten Wächter, der Angst, hätte mich ja immer weiter beschützen wollen vor derartigen Erfahrungen und es vermieden, mich je in eine solche Situation zu schicken, in der ich mich quasi ohnmächtig ausliefern musste. Doch glücklicherweise gab es noch etwas in mir, das stärker als meine Angst war und weiter als meine Grenzen. Etwas, das sich nach Unabhängigkeit und Freiheit sehnte. Mein intuitives Wissen darüber, dass ich viel mehr bin als nur das "Rotköppchen" und dass ich all dies leben will.

Wie es dann weiter ging mit dem ehemaligen Rotköppchen, erzähle ich Dir in einem anderen Artikel.

Zunächst aber frage ich Dich:

Wann beginnst Du, dich ernst zu nehmen?

Wann beginnst Du, das Leben zu leben, nach dem Du dich sehnst?

Melde Dich bei mir und ich zeige Dir, was Du gewinnst, wenn Du es wagst.